AM2 - Sega's Entwicklerteam No.1
Zwar haben alle Entwicklerteams von Sega den Videospielemarkt gekennzeichnet, doch keiner von ihnen hatte einen so großen Einfluss wie die Software-Schmiede AM2. Über die ganzen Jahre hinweg hat AM2 durch solche Titel wie "Hang-On", "Space Harrier", "Afterburner", "Virtua Fighter" und "Daytona USA" die Arcade geprägt. AM2 hat sogar so einen starken Name in der Branche, dass sie selbst, als Sega's
AM-Abteilungen eigenständig wurden und ihre Namen geändert haben, ihren Namen behielten. Im Jahre 1983 gebildet,
beschäftigt AM2 heute über 200 Leute in ihren Büros in Tokyo's Bezirk Shibuya.
Mastermind Yu Suzuki
Man kann die Geschichte von AM2 nicht erzählen, ohne über Yu Suzuki zu reden. Der AM2-Topentwickler zählt zu einem der angesehendsten Visionäre in der Videospielbranche. Er fing im Jahre 1983 als Programmierer und Produzent bei Sega an, und zwei Jahre später erschuf er "Hang-On", das erste Arcade-Simulationsspiel.
Hang-On war außerdem das erste Arcade-Rennspiel, bei dem
man sich auf eine völlig interaktives Motorad-Replikat draufsetzen und das Spiel auf diese Weise steuern konnte.
Suzuki hat immer versucht, die Arcade Hardware bis an ihre Grenzen auszunutzen, und er war der erste, der das sogenannte "Model-1" Arcade-Board zum Entwickeln eines neuen Titels nutzte. Mit dem "Model-1" begann Suzuki seine ersten Schritte in die Welt der Polygone. Heraus kam "Virtua Racing". Dieser Formel1-Rennsimulator war komplett in 3D gerendert und erlaubte dem Spieler, das Game aus vier verschiedenen Kameraperspektiven aus zu erleben.
Suzuki's nächstes Model-1-Meisterstück war das revolutionäre "Virtua Fighter". Es war das allererste 3D-Prügelspiel und besaß eine Engine, die als eine der Wichtigsten im Beat'em-Up-Genre angesehen wird. Virtua Fighter machte einen so großen Eindruck, dass es in der "Permanent Research Collection" der "Smithsonian Institution" im Bereich Information-Technologie-Innovation aufgenommen worden ist.
Das teuerste Videospiel der Welt...
Im Jahre 2000 brachte Yu Suzuki "Shenmue" raus - sein erster Titel für eine Spielekonsole. 5 Jahre in der Entwicklung bietet Shenmue eine überwältigende Story, verschiedene Spielelemente und eine noch nie dagewesenen Liebe zum Detail. Mit Shenmue wurde auch ein neues Genre erschaffen, von Suzuki "F.R.E.E." genannt, was für "Full Reactive Eyes Entertainment" steht. Bereits Ende 2001 kam der Nachfolger, Shenmue II, in die Läden, jedoch nur in Japan und Europa.
Auch wenn die Spiele von Yu Suzuki die bekanntesten sind, sind sie nicht die einzigen Spiele, die AM2 entwickelt hat. Das Team hat die Arcade noch mit solchen Titeln wie "Daytona USA", "Virtua Cop", "Virtua Striker" und "Fighting Vipers" bereichert.
AM2 ist auch für die Dreamcast-Umsetzungen ihrer
Arcade-Hits "Outtrigger" und "18 Wheeler American Pro Trucker" verantwortlich.
2002 brachte AM2 schließlich das langersehnte "Virtua Fighter 4" heraus. Der vierte Teil der Beat'em Up-Legende war aber nicht nur in der Arcade zu finden, sondern konnte dank einer exzellenten Umsetzung auf der PlayStation 2 auch zu Hause gespielt werden. Im selben Jahr erschien auch endlich Shenmue II in Amerika, und zwar für die Xbox. Anfang 2003 brachten AM2 dann zum zehnjährigen Jubiläum ihrer Virtua-Fighter-Reihe "Virtua Fighter 4 Evolution" für die PS2 heraus, das unter anderem durch 2 neue Kämpfer, neue Manöver und Stages sowie durch über 1500 freispielbare Accessoires glänzen konnte.
Momentan arbeiten AM2 an "Virtua Cop 3", der Fortsetzung ihres berühmten Lightgun-Shooters, der auch für die Xbox umgesetzt werden soll. Wann jedoch endlich die begehrte Shenmue-Saga fortgesetzt werden wird, ist noch ungewiss...